Bildungshaus Schloss Puchberg
Zurück zum Kursprogramm

Gesellschaft / Umwelt / Medien

Andreas Gruber "Bis uns Hören und Sehen vergeht"

Foto: c Andreas Gruber

Andreas Gruber "Bis uns Hören und Sehen vergeht"

Filmpräsentation und Diskussion

Dienstag, 24.11.2026, 19 bis 20.30 Uhr

67 freie Plätze
"Bis uns Hören und Sehen vergeht" ist ein filmischer Essay, der sich kritisch mit den Folgen der zunehmenden Digitalisierung und Virtualisierung unserer Welt auseinandersetzt.
Der Film stellt grundlegende Fragen: Was geschieht mit unserem Vertrauen in die eigene Wahrnehmung? Was ist Wahrheit - und wer beansprucht, über sie zu verfügen? Im digitalen Raum vermischen sich Information, Desinformation, manipulierte Bilder und zunehmend auch KI-generierte Inhalte. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Inszenierung und Fälschung werden immer schwerer erkennbar.
Der Film fragt auch nach der "Illusion von Nähe": Digitale Medien ermöglichen neue Formen der Vernetzung, können aber zugleich mit sozialer Isolation einhergehen. Gerade für junge Menschen kann der Vergleich mit den inszenierten Lebensentwürfen anderer in sozialen Medien zur Belastung werden. Die Frage des Suchtpotentials wird gerade in den USA vor Gericht verhandelt.
Im Verhältnis von Mensch und Maschine wird der Mensch in einem sonderbaren Wettbewerb mit einer "Rechenmaschine" (KI) beurteilt. So droht ein Menschenbild, das den Menschen als "Mängelexemplar" erscheinen lässt. Empathie, Erfahrung, Verantwortung, Kreativität, Intuition und die Fähigkeit, Sinn zu stiften, geraten aus dem Blick, das Gefährdungspotential für die Demokratie wächst.
Auch Gedanken der Enzyklika "Magnifica humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz" von Papst Leo XIV., einem Plädoyer für die Menschenwürde, finden sich im Film.
Im Zentrum steht der Appell, den Menschen auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Anschluss an den Film diskutieren:

Mag. Wolfgang Braun, OÖ Nachrichten
Andreas Gruber, Filmemacher
Univ.-Prof.in Dr.in Sarah Spiekermann-Hoff, Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft an der WU Wien
Univ.-Prof. Dr. Michael Fuchs, Professor für Praktische Philosophie/Ethik, Rektor der Katholische Privat-Universität Linz

Organisation: Gabriele Hofer-Stelzhammer